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Bestzeit in Paderborn: Ein Halbmarathon in 1:27 Stunden

Was für ein toller Tag! Paderborner Osterlauf als Trainingslauf für den E.ON Mitte Kassel Marathon genutzt mit 80-85% Intensität. Ganz entspannt 1:27:07 Stunden gelaufen – damit bin ich 60. von 1100 Startern gesamt und 6. von 150 Startern in meiner Altersklasse. Das macht mich jetzt nicht nur glücklich, sondern auch etwas stolz :)

Paderborn ist großartig, den Lauf gibt es bereits seit 1947, ich war das erste Mal dabei. Das Wetter spielte mit und es waren Massen am Start… Musste mich vor dem Startschuss nach vorn durchkämpfen, um nicht im Riesengetümmel loslaufen zu müssen. Hat gut geklappt, ich hatte schnell Platz auf der Straße.

Eigentlich wollte ich lediglich etwas schneller als mein geplantes Marathontempo laufen. Das sind 4:30 min/km, um unter 3:10 Stunden zu bleiben – beim Halbmarathon hätte das so um die 1:32 Stunden bedeutet. Gleich zu Beginn ging es eine Steigung hoch und da merkte ich bereits, dass ich schnelle Beine hatte. Die ersten beiden Kilometer liefen völlig entspannt in 4:10 min/km. Zu dem Zeitpunkt warnte ich mir immer wieder, es etwas ruhiger anzugehen, um mich nicht voll zu verausgaben vor dem Kassel Marathon. Aber ich konnte gar nicht langsamer laufen… Habe mich eher gebremst, um nicht noch schneller zu sein. Tolles Gefühl, die Form stimmt!

Noch der Hälfte der Strecke lag ich mit 44:30 Minuten bereits gut im Rennen. Da warf ich es dann auch endgültig über Bord, die 1:30 Stunden gar nicht erst angehen zu wollen. Ich konnte noch einen Zahn zulegen – es wird immer schneller, wenn man erst einmal die Kilometer runter zählen kann… Dann waren da plötzlich Runden unter 4:00 min/km dabei, und ich fühlte mich immer noch klasse. Hatte längst einen Läuferkollegen überholt, der eigentlich stärker als ich einzuschätzen ist.

Das Publikum tat sein Übriges, war wirklich großartig auf diesem Rundkurs, der zweimal gelaufen werden muss. Die saßen am Straßenrand, grillten nebenbei und feuerten gnadenlos an. Ich hörte ständig meinen Namen, was mich anfangs überraschte, weil ich nun mal niemanden in Paderborn kenne. Bis mir dann wieder einfiel, dass mein Vorname auf meiner Nummer stand…

Also flog der Jens weiter – der Zielgeraden entgegen…

Einen Endspurt habe ich nicht eingelegt. Ich wusste, dass ich auch die 1:27 Stunden hätte knacken können, aber das hat Zeit für irgendwann anders. In diesem Moment dachte ich nur noch an den Kassel Marathon und daran, diese tolle Form hoffentlich irgendwie zu konservieren. Einer vor mir blieb stehen und begann zu gehen, und ich rief ihm zu: „Nur noch 500 Meter, komm, häng dich dran!“ Als ich ihn überholte, merkte ich, wie er es hinter mir noch einmal versuchte.

Dann war es geschafft. 1:27:07 Stunden! Eine Zeit, die ich nie für möglich gehalten hätte und dann auch noch im Schongang…

Jetzt sind es nur noch zwei Wochen.

Was mir noch wichtig ist: Ich war heute wieder als Spendenläufer unterwegs. Für Hilfe in der Dritten Welt, wo jeder Cent gebraucht wird. Es wäre ganz großartig, wenn ihr meinen Lauf mit einer kleinen Spende unterstützen würdet. Schon ein Euro kann enorm viel ausrichten und bedeutet für keinen von uns ein finanzielles Problem – vielen Dank!

Foto: Laufpix.de

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(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Neben dieser Seite engagiere ich mich ehrenamtlich für den Tierschutz in meinem Tierschutzportal hunde-in-not.com. Ich habe vier Hunde, einen Vitamix und eine Frau, die für meinen Sinneswandel und meine Tierliebe verantwortlich ist. Seit 2012 mache ich Ausdauersport, an meinem 40. Geburtstag am 12. Mai 2013 lief ich meinen ersten Marathon in meiner Heimatstadt Kassel. Meine aktuelle Marathon-Bestzeit liegt bei 2:54:11 Stunden (aufgestellt in Frankfurt 2015). 2016 habe ich meinen ersten 100km-Lauf absolviert in 9:14 Stunden.

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