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Zwei Wochen „Vegan in Topform“ – Suzas Zwischenbilanz

1,5 kg Gewichtsverlust, sagt die Waage. Wobei ich da erst in zwei Wochen eine konkrete Aussage treffen kann, da es bei uns Frauen zyklusbedingt auch immer Schwankungen gibt. Aber dass ich meine Jeans abends nicht gleich ausziehen will, weil sie unangenehm kneift, insbesondere im Bauchbereich, spricht eine klare Sprache. Die Klamotten werden lockerer an mir. Von daher wird der Gewichtsverlust schon ungefähr passen.

Positiv wirkt sich die Ernährungsumstellung auf jeden Fall auf mein Verdauungssystem aus. Ich will jetzt hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber mein Bauch sah abends gerne mal aus, wie im achten Schwangerschaftsmonat. Auch andere, unangenehme Verdauungsprobleme haben sich in Luft aufgelöst, was ich sehr, sehr angenehm finde.

Eine wirkliche Leistungssteigerung, geringere Müdigkeit oder Ähnliches kann ich gerade noch nicht so feststellen. Aber das kann auch daran liegen, dass ich zeitgleich wieder mit dem Training angefangen habe. Nach einer krankheitsbedingten Pause von sieben Wochen muss man sich erst einmal wieder an die Belastung gewöhnen. Was mir aber erstaunlich gut gelingt.

In den zwei Wochen habe ich drei Mal nicht 100% nach dem Prinzip essen können, da wir zum Essen eingeladen waren. Als Veganer kann man schon froh sein, wenn es überhaupt etwas Veganes gibt – da wollte ich nicht noch mit Sonderwünschen ankommen. Also gab es Reis. Und einmal auch zwei Gläser Wein. Aber eine angenehme Gesellschaft ist mir manchmal wichtiger, als die Topform… ;) Von daher war das schon ok.

Ansonsten habe ich es tatsächlich geschafft, mich an die Grundregeln zu halten. Diese sind nicht schwer einzuhalten, da man nicht wirklich verzichten muss. Es gibt keine Einschränkung, was die Essenszeit angeht und auch die Portionen. Man „darf“ alles essen, wann man will, Hauptsache man hält sich ungefähr an die Ernährungsspyramide. Diese sagt: Volumenmäßig 4 5% ballaststoffreiches Gemüse, 20 % Obst, 20 % Hülsenfrüchte, 20 % Samen und Pseudogetreide, 10 % kalt gepresstes Öl, Nüsse und Avocados und 5 % stärkehaltiges Gemüse und Vollkorngetreide.

Das einzige, was ich am Anfang echt vermisst habe, waren meine heißgeliebten Maischips am Abend. Da habe ich vorher gut und gerne alle 3 Tage eine ganze Tüte von verdrückt… Da ich aber jetzt einen sehr, sehr leckeren Ersatz (knusprig gebackene Kichererbsen, herzhaft gewürzt) gefunden habe, fällt mir auch das nicht mehr wirklich schwer.

Eine sehr große Umstellung ist es für mich nicht. Habe ja über ein Jahr nach Attila Hildmans „Vegan for Fit“ gegessen, das Prinzip ist sehr ähnlich. Aber die letzten Monate (Marathonvorbereitung und Weihnachtszeit) habe ich öfter mal Ausnahmen gemacht.

Und es ist eine Umstellung, was manche Lebensmittel betrifft. Attila verwendet viel Sojaprodukte. Brendan hat in seinen Rezepten keine Sojaprodukte. Dafür arbeitet er viel mit Hanfmehl, Hanfprotein und Hanfsamen. Und auch mit viel mehr Samen (Sesamsamen, Leinsamen usw.) allgemein.

Und viele Rezepte gibt es als Roh-Option. Das heißt, es wird nicht gekocht. Sowieso wird alles, wenn überhaupt, nur mit niedrigen Temperaturen zubereitet.

Was ich mir vorher immer erlaubt habe, waren Dinkelvollkornprodukte. Die sind auch so weit ok, bei Attila wie auch bei Brendan (5% in der Ernährung). Aber die Rezepte sind alle ohne. Von daher habe ich es auch weggelassen. Also auch kein Brot und keine Pasta.

Alles in allem alles positiv bisher, so kann es weitergehen! Ich freue mich auf die nächsten Monate.

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*1973, seit November 2012 ernähre ich mich vegan. Ich habe einen Mann, 2 Kinder, einen Hund und 2 Katzen und bin begeisterte Läuferin. Im Oktober 2013 bin ich in Magdeburg meinen ersten Marathon gelaufen und bereite mich gerade für den Rennsteig-Marathon im Mai 2014 vor.

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