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Vegan in Topform: Brendan Brazier über Soja und Tofu

Brendan Brazier

Brendan Brazier

Mein eigenes Interview mit Brendan Brazier steht noch aus. Aber es gibt reichlich andere Quellen, in denen sich der Kanadier über seine Philosophie äußert. Eines der besten Interviews habe ich auf einer amerikanischen Seite gefunden und einfach mal höflich angeklopft, ob ich es übersetzen und hier veröffentlichen dürfte. Manchmal muss man eben einfach nur fragen.

Daher der Dank an dieser Stelle an Matt Frazier, Autor des großartigen Blogs „No Meat Athlete„, das Pflichtlektüre für alle veganen und vegetarischen Läufer sein sollte. Nicht nur für die Erlaubnis, das Gespräch verwenden zu können, sondern auch für die interessanten Fragen, die er Brazier stellte (Original-Interview).

Das Interview ist recht lang. Nach und nach werde ich weitere Teile übersetzen. Ich beginne mit einer Frage, die sicher viele interessiert: Wie sieht es eigentlich mit Soja und Tofu aus…?!?

Matt Fraziers Interview mit Brendan Brazier

Okay, alle zusammen, spannender Beitrag heute. Am Dienstag sprach ich mit Brendan Brazier, vegan lebender professioneller Ironman-Triathlet und Autor von „Thrive: The Vegan Nutrition Guide to Optimal Performance in Sports and Life“ (Anmerkung: deutscher Titel „Vegan in Topform“). Wer mein Blog überhaupt in den letzten Monaten gelesen hat, der weiß, wie sehr ich dieses Buch liebe und auch die Rezepte, die Brendan mir freundlicherweise erlaubt hat, mit euch zu teilen.

Wir unterhielten uns etwa 25 Minuten, und Brendan gab mir so viele gute Informationen, dass ich euch keine davon vorenthalten möchte, weswegen ich nichts bearbeitet habe. Lasst euch inspirieren und genießt!

No Meat Athlete: In Thrive erwähnst du, dass du denkst, Soja sei in Ordnung, solange es nicht übermäßig verarbeitet wurde. Aber dann habe ich es nicht in vielen Rezepten gesehen. Ziehst du es einfach vor, nicht viel davon zu essen?

Brendan Brazier: Ja, tatsächlich habe ich früher viel Tofu gegessen. Und ich fühlte mich nie schlecht damit. Allerdings fühle ich mich besser, wenn ich es aus der Ernährung ausklammere oder zumindest reduziere. Ich nehme Soja vielleicht ein paar Mal im Monat zu mir, wenn ich ausgehe. Ich versuche nicht, es zu meiden, aber ich suche auch ganz sicher nicht danach. Aber ja: Manchmal etwas Tempeh oder Edamame (Anmerkung: unreif geerntete Sojabohnen) ist gut, denke ich, es sollte eben wenig verarbeiteter Soja sein. Ich würde kein Soja-Protein-Isolat verwenden; ich nutzte es, bis ich merkte, dass es wirklich stark säurebildend ist. Denn es ist ein Isolat, es ist nicht mehr ein vollwertiges Essen.

Aber Soja ist toll, es ist ein wirklich gutes Übergangs-Essen, es hilft Menschen beim Übergang von der amerikanischen Standard-Diät hin zu einer Ernährung auf pflanzlicher Basis: Es gibt Tofu-Würstchen, Tofu-Hamburger, Soja-Eis, alle möglichen Dinge. Und Sojamilch natürlich. Diese Optionen sind viel besser als die tierlichen Produkte, daher toll für den Übergang. Allerdings sind diese Arten von Lebensmitteln auch stark verarbeitet. Um von einer Ernährung mit tierlichen Produkten zu vollwertigeren Lebensmitteln zu wechseln, sind diese Produkte hervorragend geeignet, nur sollte natürlich die eigene Ernährung nicht darauf basieren.

Der Grund, warum ich nicht mehr Soja-Rezepte in meinem Buch habe, ist, dass es bereits so viele tolle Tofu- und Soja-Rezepte gibt. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass ich mit weiteren Rezepten noch groß etwas dazu beisteuern könnte. Ich wollte etwas machen, das etwas anders ist, ein wenig einzigartig, weil ich weiß, dass mein Buch nicht in einem Vakuum existiert. Ich bin mir sicher, dass die Leser schon gute Tofu-Rezepte haben, weil sie eben so leicht zu finden sind. Ich wollte etwas ergänzen, dass etwas anders ist und sich eben nicht zu sehr wiederholt.

Fortsetzung folgt

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(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Neben dieser Seite engagiere ich mich ehrenamtlich für den Tierschutz in meinem Tierschutzportal hunde-in-not.com. Ich habe vier Hunde, einen Vitamix und eine Frau, die für meinen Sinneswandel und meine Tierliebe verantwortlich ist. Seit 2012 mache ich Ausdauersport, an meinem 40. Geburtstag am 12. Mai 2013 lief ich meinen ersten Marathon in meiner Heimatstadt Kassel. Meine aktuelle Marathon-Bestzeit liegt bei 2:54:11 Stunden (aufgestellt in Frankfurt 2015). 2016 habe ich meinen ersten 100km-Lauf absolviert in 9:14 Stunden.

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