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Rezept: 5-Minuten-Brot selber backen

Warum teuer Brot beim Bäcker kaufen, wenn es daheim so viel schneller selbst gemacht ist? Und dazu beliebig variiert werden kann in den nährstoffreichen Zutaten!?! Genau. Warum eigentlich? Es geht auch anders. Zum Beispiel so.

Zutaten

  • 320g frisch gemahlener Dinkel (geht aber auch Dinkelvollkornmehl, dann ist das Brot nicht ganz so grob)
  • 80g Sesammehl
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 60g Buchweizen-, Gersten- oder Haferflocken
  • 130g Kerne, Samen, Nüsse und Beeren (z.B. Chiasamen, Leinsamen, Kürbiskerne, Haselnüsse, Gojibeeren)
  • ein TL Meersalz
  • ein EL Agavendicksaft oder Ahornsirup
  • 430ml Wasser

Zubereitung

Alles zusammen in eine Schüssel geben und gut vermischen. Ich knete den Teig ganz einfach mit der Hand oder aber nutze das Rührgerät. Dauert kaum mehr als fünf Minuten.

Den Teig in eine gefettete Backform geben, z.B. mit Sesam bestreuen. In der Mitte leicht einschneiden und eine Stunde bei 190 Grad in der Mitte des Backofens bei Ober- und Unterhitze ziehen lassen. Fertig. Ich nehme eine Silikon-Backform, wodurch ich auf die Butter oder Kokosöl zum Einfetten der Form verzichten kann.

Das Schöne ist, dass man Mehl, Nüsse, Samen, Beeren beliebig austauschen kann und dadurch jeden Tag ein anderes Brot hat. Das Sesammehl beispielsweise macht den Teig etwas süßer. Achtung: Nimmt man kein Sesammehl, so bitte nur 360ml Wasser verwenden!

Laut Brazier sollte man den Ofen ja nicht ganz so hoch erhitzen, von daher werde ich demnächst mal probieren, wie lange das Brot bei 150 Grad dauert.

Kategorie: Rezepte

von

(* 1973). Ich lebe seit Ostern 2012 vegan. Neben dieser Seite engagiere ich mich ehrenamtlich für den Tierschutz in meinem Tierschutzportal hunde-in-not.com. Ich habe vier Hunde, einen Vitamix und eine Frau, die für meinen Sinneswandel und meine Tierliebe verantwortlich ist. Seit 2012 mache ich Ausdauersport, an meinem 40. Geburtstag am 12. Mai 2013 lief ich meinen ersten Marathon in meiner Heimatstadt Kassel. Meine aktuelle Marathon-Bestzeit liegt bei 2:54:11 Stunden (aufgestellt in Frankfurt 2015). 2016 habe ich meinen ersten 100km-Lauf absolviert in 9:14 Stunden.

15 Kommentare

  1. DasLexi sagt

    Wo soll deiner Meinung nach der Unterschied zwischen gemahlenem Dinkel und Dinkelvollkornmehl sein, außer dass es frischer ist?

    • Jens Nähler sagt

      Zunächst einmal mag ich es, Lebensmittel möglichst unverarbeitet zu erhalten – und ich glaube, dass selbst gemahlenes Mehl mehr Vitamine und Faserstoffe enthält als gekauftes Vollkornmehl (es hat in jedem Fall mehr Mineralstoffe als Auszugsmehle, also z.B. Dinkelmehl mit Typen). Außerdem muss ich meine Mühle beschäftigen ;) Abgesehen davon wird das Brot etwas grober, aber auch fester, wenn das Mehl frisch gemahlen ist. Natürlich hat nicht jeder so eine Mühle. Aber in vielen Biomärkten kannst du es frisch mahlen lassen.

      • DasLexi sagt

        Letztendlich ist aber beides Vollkorn. Und vom Mahlgrad ja nur ein Unterschied wenn du deins nicht fein mahlst sondern gröber. Lasse mein Mehl aber immer frisch mahlen :)

  2. Brot ist im Ofen, das ging aber fix! Ich bin ja mal gespannt wie das wird, so ganz ohne Gehzeit! Ich habe den Ofen jetzt auf 150°C, ich werde berichten, wie lange es gedauert hat (habe aber nur 2/3 des Teiges gemacht, da mein Mehl alle war)

      • Hui, das hab ich inzwischen wieder ganz vergessen! :D
        Also das Brot war SUPER lecker, so gut ist mir Brot echt noch nie gelungen! Und ein großer Pluspunkt ist die schnelle Zubereitung. Nachdem ich die erste Scheibe gegessen hatte, habe ich beschlossen mein Brot fortan nur noch selbst zu backen und mich an diesem Rezept zu orientieren, besser geht’s einfach nicht!

        • Jens Nähler sagt

          Sehe ich auch so! Unser Brot machen wir uns mittlerweile nur noch selbst, in allen Varianten, immer mit anderen Nüssen, Samen, Beeren oder auch Trockenobst. Sättigt ungemein, bleibt Tage frisch und ist einfach nur schnell zubereitet.

          • Franziska H. sagt

            Heute habe ich es wieder gebacken, bei 150 Grad Umluft, 25 Minuten. Da meine Form schon im Umzugskarton ist, hab ich es so aufs Blech geschmissen. Ich musste noch ein wenig Mehl hinzufügen weil der Teig zu klebrig war (hatte das Sesammehl weggelassen und 320 ml Wasser genommen) und seine Form nicht behalten hat, aber nach 2 guten Hand voll Dinkelvollkornmehl hatte der Teig eine tolle Konsistenz und ist 1-A hochgegangen. Das Brot sieht aus wie aus dem Bilderbuch :-)

    • Jens Nähler sagt

      Hallo Lena, vielen Dank, das freut uns :)

      Ist ja noch ganz neu, die Seite – wir haben erst richtig vor etwas mehr als einer Woche gestartet… Was das Mehl anbetrifft, findest du hier eine Anleitung zum Sesammehl selbst machen:

      „Sesam waschen, verlesen und gut trockentupfen. Eine trockene Bratpfanne leicht erhitzen. Den Sesam hineingeben und unter fortwährendem Rühren und Wenden rösten, bis er gut duftet und die Körner beginnen, aneinander zu hängen. Zum Abkühlen auf einem Teller verteilen. Anschließend im Mörser zerstampfen oder im Blitzhacker fein mahlen.“

      Ist mir persönlich zu aufwändig. Ich kaufe immer das Sesammehl der Ölmühle Solling.

  3. Jens Nähler sagt

    Übrigens geht es auch einfacher: Brazier mahlt Sesamsamen in einer Kaffeemühle zu Mehl, das dann bis zu einem Monat im Kühlschrank gelagert werden kann. Klingt deutlicher einfacher ;) Ist ein Tipp aus seinem neuen Buch „Vegan in Topform – das Kochbuch“, das Ende Februar erscheint.

  4. Anne sagt

    Mmmh, ich genieße gerade die ersten Scheiben des noch leicht warmen, frischgebackenen Brotes. :-D Ich habe frischgemahlenes Dinkelvollkornmehl genommen, statt Sesammehl Lupinenmehl, zusätzlich einen Esslöffel Traubenkernmehl, dann Gerstenflocken (frischgequetscht) und eine Mischung aus Sesam, SB-Kernen, Kürbiskernen, geschrotetem Leinsamen und gehackten Walnusskernen. Extrem lecker! :-)

    • Jens Nähler sagt

      Liebe Anne, das ist ja das Schöne daran: Lässt sich wunderbar und schnell variieren. Lupinenmehl und Traubenkernmehl habe ich noch nie ausprobiert, werde das unbedingt nachholen :) Freut mich, dass es dir schmeckt!

  5. Tolle Anregung, wenn das bei dir so schnell klappt! Mit der Hefe kenne ich das sonst nur mit ruhen etc, das ist dann immer ein Aufwand. Ich habe viel Brot gebacken mit Backferment, aber das ist deutlich mehr Aufwand als 5 Minuten (-; darum mache ich es jetzt nur noch selten und esse kaum noch Brot. Aber es geht nichts über ein selbstgebackenes Brot! Danke für die Idee!

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